Paula-Fürst-Schule
(Gemeinschaftsschule)
Berlin, Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf
 
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Nachrichten

Brief an die Schulgemeinschaft zum Jahresende

Dezember 2017

Das Schuljahr 2017/18 starteten wir dennoch mit frischer Kraft und auch mit neuen, engagierten Kolleginnen und Kollegen – und einem neuen Grundschulleiter, Herrn Kiefer!!! 
Auf einem ersten gemeinsamen Treffen mit den neuen Kolleginnen und Kollegen erhielt ich viele positive sowie hilfreiche und weitsichtige Hinweise, um unsere Schule weiterhin zu einem Ort zu machen, in denen Schülerinnen und Schüler ihren Weg in das Leben beginnen und (mit)gestalten können. 
Das erste Halbjahr in diesem Schuljahr war durch eine intensive Arbeit an unserem schulinternen Curriculum geprägt. In den Fachbereichen wurden Curricula erstellt, die sich an dem neuen Rahmenlehrplan orientieren und der Idee des gemeinsamen Lernens gerecht werden. Diese Curricula werden Sie demnächst auf unserer Homepage finden. Sie dienen auch als Orientierung für interessierte Eltern und interessierte Pädagoginnen an unserer Gemeinschaftsschule. Diese Arbeit ist dank des intensiven Einsatzes der Kolleginnen und Kollegen fast vollständig. Einen großen Dank an Sie alle, liebe Kolleginnen und Kollegen!!!! 
Die Paula-Fürst-Schule ist mit ihrem Konzept der Gemeinschaftsschule seit 2009 ein fester Bestandteil der 24 Gemeinschaftsschulen in ganz Berlin. Das Konzept der Gemeinschaftsschulen wurde 2008 als Projekt gestartet. Im Jahre 2018 sind es nunmehr 10 Jahre, in denen Gemeinschaftsschulen in Berlin zunehmend eine wichtige Rolle in der pädagogischen Arbeit der Stadt spielen. In dem Koalitionspapier des 2016 gegründeten neuen Berliner Senats wird diesem Schulkonzept besondere Rechnung getragen. Eine diesbezügliche Änderung im Berliner Schulgesetz ist auf dem Weg und Gemeinschaftsschulen werden in das Gesetz fest implementiert. 
Dabei ist auch besonders die aktive und engagierte Elternarbeit im Netzwerk der Gemeinschaftsschulen zu nennen, die sich für das „gemeinsame Lernen ohne Brüche“ eingesetzt haben. Am 30. Januar gibt es hierfür eine Veranstaltung, zu der das Elternnetzwerk der Gemeinschaftsschule alle Interessierte herzlich einlädt. Eine gesonderte Einladung hierfür erhalten Sie zu Beginn des neuen Jahres.
In der zweiten Hälfte von 2018 ist dann die 10jährige Feier der Gemeinschaftsschule geplant. Hierfür wird im Januar ein Film gedreht, in dem alle 24 Gemeinschaftsschulen vorkommen werden. Auch dazu werde ich Ihnen weitere Information zukommen lassen. 
Neben den Arbeiten an den fachbezogenen Curricula haben wir eine intensive Arbeit an der Aktualisierung unseres Schulprogramms begonnen. Diese Form der Reflexion über unsere/Ihre pädagogische Arbeit hat uns nochmals gezeigt, welchen Weg Sie bereits in der Schule seit 2009 gegangen sind und welche wichtigen reformpädagogischen Elemente feste Bestandteile dieser Schule geworden sind. Ein Schulprogramm ist stets ein dynamischer Prozess und führt uns zu Augen, in welchen Bereichen wir in den nächsten Jahren unsere Entwicklungspotentiale setzen wollen.
Da ist zum einen in der Grundschule die Weiterqualifizierung der Montessori-Pädagogik. Diese Qualifizierung wird auch auf die Mittelstufe ausstrahlen. Auch darüber möchten wie Sie über Gremien wie die Schulkonferenz und die GEV auf dem Laufenden halten. 
Auch gilt es immer wieder, den Schülerinnen und Schülern vor Augen zu halten, welches Potentials in ihnen allen steckt, so dass sie den Abschluss am Ende der Mittelstufe erreichen können, der zu ihnen passt und der ihnen zeigt, dass sie es  für sich etwas geleistet haben. Das ist für uns alle immer wieder eine große Herausforderung, besonders, bei der Vielzahl der individuellen Persönlichkeiten in einer Klasse.  Vielen Dank an Sie alle, Pädagoginnen und Eltern für die so wichtige Arbeit!!
Am Standort Nehringstraße arbeiten wir an der stetigen Verbesserung des Standorts und ich freue mich über das große Engagement der Kolleginnen und Kollegen, den Schülerinnen und Schülern die Unterstützung zu geben - und darüber hinaus, damit sie ihr Ziel, die Hochschulreife, erlangen können. Leider konnten wir es nicht erreichen, eine ständige Sekretärin für diesen Standort einzusetzen. Doch sind jetzt regelmäßige Sekretariatszeiten eingerichtet, die SchülerInnen und LehrerInnen bei der Organisation und Verwaltung helfen. 
Ein wichtiger Termin gleich zu Anfang von 2018 hat einige Eltern von Ihnen bereits erreicht. Wir werden am 27. 02 , 1. 03. Und 13.03. 2018 eine Schulinspektion im Haus haben. Turnusmäßig wird unsere Schule nach der ersten Inspektion im Jahre 2011 nun zum zweiten Mal von der Schulinspektion besucht. Eltern der Klassen 4-6, 8, 10 und 12 haben hierfür an der online-Befragung teilgenommen. Diese läuft noch bis zum 21.12. 2017. 
An den genannten Terminen kommen Inspektoren in unsere Schule und nehmen an Unterrichtssequenzen an diesen Tagen teil. Der Bericht dazu wird anschließend nach ungefähr 6 Wochen veröffentlich werden.
Zur Zeit sind Schülerinnen und Schüler mit dem schulweiten KuMuLi-Projekt zum Thema „Zukunft“ beschäftigt. Schulweite Projekte sind eine fächerverbindende und jahrgangsübergreifende Form des Lernens, in denen Schülerinnen und Schüler mittels eines übergeordneten Themas komplexe Kompetenzen erwerben. Die Präsentationen hierzu werden am kommenden Dienstag, den 19. Dezember vorgestellt und ich hoffe, viele von Ihnen dort begrüßen zu dürfen. Und ich bedanke mich im Voraus für die Vorbereitung,  die Organisation und die Durchführung dieser Präsentationen!!

Ein besonderes Projekt von ganzheitlichem Lernen hatten wir im November in den Willkommensklassen und den Klassen des Produktiven Lernens durchgeführt. Dabei ging es darum, dass die Schülerinnen und Schüler an einem internationalen Programm teilgenommen haben, das unter dem Namen „Breaking walls“ (http://breakingwallsprogram.org) bereits viele junge Menschen in verschiedenen zusammengebracht hat. „Breaking walls“ möchte Jugendliche dazu bringen, über sich selbst in Form des „kreativen Schreibens“ – „creative writing“ nachzudenken: über ihre Ängste, Hoffnungen und Erfahrungen. Die Leiterin des Projekts, Fran Tarr aus New York, kam eigens für das Berliner Projekt mit der Paula-Fürst-Schule nach Berlin und hat das Projekt geleitet. Drei von den teilgenommenen SchülerInnen können nun an einem Workshop in Santiago de Chile teilnehmen, wo sie mit Jugendlichen aus unterschiedlichen Ländern zusammen kommen. Die besondere Herausforderung an diesem Projekt war, dass die Schülerinnen und Schüler in Englisch kommunizieren mussten. Und sie haben es gut gemeistert!
Den Brief von Frau Zaldivar, der Englischlehrerin der beiden Klassen, an Mrs. Tarr können Sie weiter unten lesen. 
Natürlich gibt es immer noch mehr zu erzählen und zu berichten, zu kritisieren und zu bemängeln. Vieles habe ich sicherlich nicht angesprochen, das wichtig wäre zu erwähnen. Ich freue mich weiterhin, mit Ihnen im regen Austausch zu stehen. Sei es,  das Logo endlich  Dank Ihrer Hilfe auf den Weg zu bringen und dafür ganz herzlichen Dank an die beteiligten Eltern und besonders den Förderverein. Aber auch diese wunderbaren Musikaktivitäten nicht zu vergessen. Dieses gelungene Winterkonzert in diesem Jahr zeigte einfach die Freude, das Engagement und den Optimismus, der in unserer Schule steckt. 

Frohe Weihnachten  - frohe Feiertage und einen guten Rutsch in das neue Jahr 2018!
Ihre Brigitte Kather


PS: Brief (Übersetzung) von Frau Zaldivar an Fran Tarr

Liebe Fran,
zuerst möchte ich mich für Ihre Zeit und Unterstützung bedanken. Als ich mit Ihnen Kontakt aufgenommen habe, war ich überrascht, wie Sie jungen Menschen auf der ganzen Welt geholfen haben. Breaking Walls macht eine wirklich große Arbeit mit Schüler, die Hoffnung und Heilung in ihrem Leben brauchen.
Am Anfang war ich besorgt, weil meine Schüler und Schülerinnen nicht daran gewöhnt sind  offen zu sein, und über sich selbst zu sprechen. Sie  haben mir einfachen Übungen gezeigt um dies zu überwinden, zum Beispiel: „ Wie geht es dir heute?“ Was bedeutet mein Name?“  Und dann kam es!!! das erste Wow! Als ich sie fragte: „Wer bin ich?“ Was für eine wundervolle Zeit, Sie ahnten nicht wie es möglich ist mit Worten und tiefsten Gedanken einander näher zu kommen und miteinander zu verbinden.
Ich schätze jede Minute, die ich mit den Schülern verbracht habe, es war eine fantastische Zeit. Die Atmosphäre im Klassenzimmer war stabil und interessant. Sie waren konzentriert, dankbar und kreativ. Ihre Augen spiegelten Frieden, Glück und manchmal auch Traurigkeit.
Der Breaking Walls Workshop  war für meine Schüler eine Herausforderung im Englisch Unterricht. Wir sprachen über verschiedene Themen wie Liebe, Hass, Rassismus, Urteilsvermögen und Ausschluss. Es war eine wundervolle Zeit um ihre eigenen Ideen, Gefühle und Träume gekannt und geteilt zu haben.
Als ich Sie persönlich kennen gelernt habe, habe ich gefühlt, als ob ich Sie schon lange kenne. Ich denke, dass waren unsere Energien! Sie sind erstaunlich Fran! Ihre Energie und Ausstrahlung ist großartig.

Angars Worte:
„Ich schätze ihre Zeit mit „Breaking Walls“ sehr, die Schüler und Schülerinnen werden diese Erfahrung nie vergessen.“
Jasminas Worte:  
„Am Dienstag haben wir Frühstück gemacht. Es war schön mit anderen Schüler /innen  zusammen Zeit zu verbringen.“Abidkhans  Worte: 

„Ich hatte Spaß daran laut auf der Bühne zu sprechen. Es hat mir wundervolle Gefühle vermittelt.

[ Kat, Mo, 18.12.2017 ]
 
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